col1
col2
Vera Molnar - Erwin Steller - Zdenek Sýkora

 

11. Nov. – 17. Dez. 2017

 

 

Aleatoire - Zufällig

Arbeiten mit dem Computer

 

Vera Molnar - Erwin Steller - Zdenek Sýkora


 

 

In den 1960er-Jahren hielt der Zufall Einzug in die Konkrete Kunst. Mathematik, Informatik und Computer wurden zum Werkzeug des kalkulierten Zufalls. Besonders Vera Molnar, Erwin Steller und Zdenek Sýkora bedienten sich, in der Umsetzung künstlerischer Ideen, dieser Mittel. Sie entwickelten Methoden und Verfahren um Zufallsprozesse unter definierten Bedingungen auszulösen und bildhaft darzustellen. Die ausgestellten Werke vermittelt einen wesentlichen Aspekt im Werkschaffen der Künstlerin und der Künstler und zeigen beispielhaft wie experimentell und systematisch sie mit dem Zufall umgegangen sind.

 

„Worin liegt also Wert und Sinn des Zufalls?“, fragte sich Zdenek Sýkora in einem Interview und erklärt die Beweggründe, den Zufall in den Bildfindungsprozess mit ein zu beziehen: „In der Kunst dient er seit dem Beginn unseres Jahrhunderts (gemeint ist das 20.) als ein Reinigungsinstrument. Er bildete die Basis für Dadaismus und Surrealismus. Es gibt keinen Bereich in der Kunst, in den er nicht nachhaltig eingegriffen hätte. Der Begriff des Zufalls enthält weitaus mehr philosophische, semantische und mathematische Tücken als jeder andere. Er gewährt keine Sicherheit. Aber auch in seiner problematischsten Gestalt erweist er sich als eine schier unerschöpfliche Quelle der Freiheit“.

 

Vor 24 Jahren waren Werke aller drei Künstler in unserer Region in einer gemeinsamen Ausstellung mit dem Titel „Auge Gehirn Hand Maschine“ im Herrenhof in Mußbach zu sehen. In der großangelegten Themenschau „Zufall als Prinzip“ im Wilhelm-Hack-Museum im Jahre 1992 wurden Positionen dazu von Vera Molnar und Zdenek Sýkora gezeigt. Neben den Exponaten von Vera Molnar und Erwin Steller zeigen wir in unserer Ausstellung ein Gemälde von Zdenek Sýkora, das von Annette Teufel als Leihgabe zur Verfügung gestellt wird. Alle drei Künstler haben als Pioniere der Computerkunst Kunstgeschichte geschrieben und damit einen wesentlichen Beitrag im Bereich der gegen- standslosen Kunst geleistet. Der Bogen unserer Präsentation spannt sich von frühen Arbeiten zu neuen Werken, deren Konzeption zum Teil schon Jahre zurückliegen und von Vera Molnar und Erwin Steller wieder aufgegriffen und neu interpretiert wurden.

< zurück  |  weiter >