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Galerie Linde Hollinger Ladenburg - LEUCHT_KRAFT

 

Austellungsdauer: 17. Nov. 2018 – 26. Jan. 2019

 

 

LEUCHT_KRAFT

Installationen, Wandobjekte

 

Monika Falke
Dorothea Reese-Heim
Regine Schumann


Die galerie linde hollinger zeigt in der „dunklen Jahreszeit“ eine Ausstellung mit Werken und Installationen von drei Künstlerinnen, die sich mit Licht, Farbe, Material und Raum beschäftigen. Der Tenor der Präsentation ist die visuelle Wahrnehmung des immateriellen Lichts, das im Zusammenspiel mit ausgewählten Materialien zu Farbe und damit zum bildgebenden Bestandteil der raumbezogenen, künstlerischen Arbeiten wird.

 

Einen begehbaren Farbraum gestaltet Monika Falke mit Organzastreifen. Die leichten Stoffbahnen hängen von der Decke bis zum Boden. Verschiedene Farben, Licht und Schatten, Ruhe und Bewegung, Opazität und Transparenz sind charakteristisch für dieses dreidimensionale abstrakte Farbgemälde. Je nach Situation und Standpunkt ist es sowohl von innen als auch von außen unterschiedlich visuell wahrnehmbar und physisch erlebbar. Die Inspiration für ihre Farbräume leitet die Künstlerin von ihrer Malpraxis her: Meine Bilder sind ja nur gemalte Illusionen. Irgendwann hatte ich das Bedürfnis, diese gemalten Räume Realität werden zu lassen. Um dieses Wechselspiel zu verdeutlichen, werden auch Malereien gezeigt.

 

Dorothea Reese-Heims Wandobjekte und Installationen sind spannungsreiche Kombinationen verschiedener Materialien. Die wesentlichen Gestaltungsmerkmale ihrer Werke sind die Linie, die Fläche, die räumliche Konstruktion und bei manchen Werkgruppen auch das Licht. Bei den präsentierten Arbeiten mit Kreisformen aus leuchtendem Acrylglas flicht sie diese mit Fiberglasstäben zu diaphanen und amorphen Gebilden zusammen. Wie die Künstlerin bemerkt, kommt es in ihren Arbeiten und Installationen zu einem „Dialog zwischen dem physikalischen Verhalten des Materials und der künstlerischen Idee. (...) Gedanken über die Bedingtheit von Raum und Körper, Innen und Außen, funktional bestimmter und freier Form, Statik und Bewegung drängen sich auf.“

 

Die Bildobjekte und Bodenarbeiten von Regine Schumann fangen an zu leuchten, wenn ihnen Lichtenergie zugeführt wird. Sie verwendet fluoreszierendes Acrylglas und Leuchtkunststoff. Aus diesen Materialien gestaltet Regine Schumann rechtwinklige Bildobjekte oder sie häkelt aus den Kunststoffschnüren große, flächige Wand- und Bodenobjekte. Die industriell eingefärbten Werkstoffe geben ein Farbspektrum vor, aus dem die Künstlerin auswählt und intuitiv kombiniert. Ihre ganze Leuchtkraft entfalten Regine Schumanns Arbeiten immer dann, wenn sie ultraviolettem Licht ausgesetzt werden und sie sich in stark leuchtende, raumgreifende Farbkörper verwandeln. Sie besitzen dann den „Charakter des lebendig Fluktuierenden, eine Art körperlich spürbare Resonanzerfahrung, in der strahlende Intensitäten wie farbige Echos im Raum die Sinne verwirren.“ (Jan Hoet)

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